Die Zeit bis zur Rente erscheint zu Beginn der beruflichen Laufbahn noch in weiter Ferne. Nicht anders ist es der scheidenden DRK-Vorstandsvorsitzenden, Bernadette Wiegand, ergangen, die nun vom DRK-Präsidium, der Kreisrotkreuzleitung und zahlreichen Kolleginnen und Kollegen offiziell verabschiedet wurde.
Von der Kita bis in den Vorstand
Bereits ihr Anerkennungsjahr im Rahmen des Studiums absolvierte Wiegand in einer heilpädagogischen Kita des Trägers. Darauf folgten verschiedene Leitungspositionen, wie beispielsweise die langjährige Leitung der Kita „Regenbogen“ in Ibbenbüren und später die Leitung der Fachberatung Kindertagesstätten, in der sie alle Kitas des Trägers beriet und pädagogische Prozesse begleitete. Im Jahr 2014 trat sie in den Vorstand ein, dessen Vorsitz sie 2020 übernahm. Unter ihrer Führung wuchs der Verband kontinuierlich weiter: Heute betreibt der Kreisverband 12 Kitas, in denen mehr als 750 Kinder betreut werden (104 mit besonderem Förderbedarf) und begleitet rund 700 Kinder in der Frühförderung sowie 160 Menschen in der Autismusambulanz.
Präsidium und Mitarbeitende würdigen Wiegands Arbeit
Ihr Wirken für den Kreisverband ist im Rahmen der Abschiedsfeierlichkeiten am 10. April mit dem Präsidium und der Kreisrotkreuzleitung des DRK sowie der anschließenden Verabschiedung durch die Mitarbeitenden am 16. April in den Räumlichkeiten des Verbandes gewürdigt worden.DRK-Präsident Heinz Hüppe skizzierte Bernadette Wiegand in seiner Rede als eine Frau, die den Verband über Jahrzehnte mit Tatkraft und Engagement geprägt habe. „Bernadette ist einfach eine Frau, die anpackt“, brachte Hüppe es auf den Punkt. Für sie seien seien es vor allem der respektvolle Umgang und die Wertschätzung Wiegands gewesen, die die Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt geprägt hätten, betont Manuela Meiners im Namen der Rotkreuzleitung. Auch Schatzmeister Achim Glörfeld aus dem Lengericher DRK-Ortsverein findet lobende Worte. Wiegand könne, so der Schatzmeister „mit berechtigtem Stolz auf das zurückblicken“, was die scheidende Vorstandsvorsitzende in ihrem Berufsleben erreicht und aufgebaut habe.
In ihren Abschiedsworten betonte Wiegand, wie sehr sie die gemeinsame Arbeit mit den ehren- und hauptamtlichen Kräften bereichert habe. „Es war mir eine Ehre, diesen Verband führen zu dürfen und gemeinsam mit Euch für unsere Sachen einzustehen – sei es in der Flüchtlingshilfe, während der Flutkatastrophe im Aartal oder in der Coronazeit.“
Gesicherte Nachfolge für den Verband
Zum 1. Mai 2026 gibt Wiegand die Führung offiziell an ihren Nachfolger, Dr. Friedhelm Höfener, ab. Der 59-jährige, der zuvor bereits in verschiedenen leitenden Positionen in der Jugendhilfe tätig war, ist bereits seit Februar 2026 im Vorstand tätig.



