Brigitte Hiss / DRK

Aktuelles

· Nachrichten

„Humanitäres Völkerrecht – ein Recht für alle“

Vier Personen stehen in einem Raum mit Ziegelwänden und Postern im Hintergrund. Eine Frau in gelber Jacke hält einen großen Blumenstrauß in braunem Papier, umgeben von drei Männern in formeller und halbformeller Kleidung. Einer der Männer trägt eine Jacke mit dem Logo des Deutschen Roten Kreuzes.DRK-Kreisverband Tecklenburger Land e.V.

Sechswöchige Ausstellung im Rathaus Recke

Humanitäres Völkerrecht und seine Relevanz für unser Leben – ein Thema, mit dem sich nur wenige regelmäßig auseinandersetzen. Die Ausstellung „Das DRK – Förderer und Hüter des Humanitären Völkerrechts“ im Recker Rathaus möchte das ändern. Bis zum 30. Juni können Interessierte während der Öffnungszeiten des Rathauses einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des DRK, die Bedeutung der Schutzzeichen sowie einen Ausblick auf die Herausforderungen durch Drohnen und moderne Waffen gewinnen.

Weltgeschehen unterstreicht die Aktualität des Themas

„Wer das aktuelle Weltgeschehen beobachtet, erkennt schnell: Viele Länder rüsten auf und machen sich wehrfähig“, berichtet Olaf Wienbrack, DRK-Konventionsbeauftragter des Kreisverbands Tecklenburger Land, bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Montagabend im Recker Rathaus. Umso wichtiger sei es, so Wienbrack, die Bevölkerung über die Bedeutung des Humanitären Völkerrechts und die damit verbundenen Rechte und Pflichten zu informieren. Dieser Auftrag des DRK leitet sich aus den Genfer Abkommen und den Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ab. Er umfasst die Aufgabe, die Bevölkerung über Inhalte und Bedeutung des Humanitären Völkerrechts aufzuklären.

Dementsprechend beleuchtet die Ausstellung im Erdgeschoss des Rathauses auf großen Schautafeln die Entstehungsgeschichte des DRK, die zu schützenden Personen, die Schutzzeichen und deren Bedeutung, die weltweiten Einsätze des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, den Suchdienst sowie Maßnahmen zur Familienzusammenführung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen durch Drohnen und andere moderne Waffen.

Ausstellungsort im Rathaus bewusst gewählt

Laut Wienbrack richtet sich die Ausstellung an die gesamte Bevölkerung, da jeder mit den Grundbestimmungen des Humanitären Völkerrechts vertraut sein sollte – besonders vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage. Bürgermeister Peter Voss betont mit Blick auf die historische Bedeutung des Humanitären Völkerrechts: „Dass es ein Humanitäres Völkerrecht gibt, nach dem wir leben können, ist von unschätzbarem Wert. Darauf aktiv aufmerksam zu machen, ist wichtig. Deshalb nutzen wir das Rathaus als passendes Forum.“

Ausblick für die Region

Perspektivisch plant Wienbrack, die Ausstellung auch in anderen Gemeinden des Tecklenburger Landes zu zeigen, um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Interessierte Gemeinden können sich direkt per E-Mail an ihn wenden (geschaeftsfuehrung(at)drk-wersen(dot)de).